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Restschuldversicherung
 
  Unter einer Restschuldversicherung versteht man eine Absicherung bei einer Kreditaufnahme. Sie dient einem Kreditgeber als Zusatzsicherheit. Gedacht ist sie als Schutz bei Eintritt von Fällen wie Krankheit, unverschuldeter Arbeitslosigkeit, Arbeitsunfähigkeit oder Tod, um einen Zahlungsausfall abzufangen. Restschuldversicherungen wurden um 1950 in den USA entwickelt. In den 60er Jahren fanden sie ihren Weg auch nach Deutschland. Zu den ursprünglichen Absicherungen der Restschuldversicherung Ableben und Arbeitsunfähigkeit kamen Mitte der 90er Schutz bei unverschuldeter Arbeitslosigkeit und nach 2006 Absicherung bei schweren Krankheiten hinzu. Sinnvoll ist eine Restschuldversicherung nur bei Kreditsummen höherer Art sowie bei Risiken, die durch Lebens- oder Einkommenssituationen bedingt sind. Ein Beispiel wäre hier die Finanzierung einer Immobilie.

Die Restschuldversicherung wird entweder vom Kreditnehmer abgeschlossen oder vom Kreditgeber auf Kosten des Kreditnehmers und auf dessen Person. Dies geschieht im Zusammenhang mit der Kreditnahme. Die Restschuldversicherung kann über drei Grundarten definiert werden: eine Mindestabsicherung, eine Kombinationsabsicherung oder eine Komplettabsicherung. Bei der Mindestabsicherung kommt die Versicherung im Todesfall des Kreditnehmers für die Tilgung des Restkredites auf. Im Falle einer Kombinationsabsicherung sind zusätzlich zum Ausfallrisiko durch Tod die Risiken unfallbedingte Invalidität und Arbeitsunfähigkeit abgesichert. Hier greift die Versicherung bei Wegfall der Lohnzahlungen. Bei einer kompletten Absicherung käme noch die Sicherungsübernahme für eine unverschuldete Arbeitslosigkeit des Kreditnehmers hinzu.

Nachteile der Restschuldversicherung werden oft in Bezug auf zu hoch angesehene Beiträge gesehen. Auch der verbreitete, mit der Kreditvergabe kombinierte Vertriebsweg dieser Versicherung ist häufig Anlass zur Kritik. Die Beiträge zu einer Restschuldversicherung beinhalten die oft hohen Provisionen für jeweilige Kreditvermittler oder Kreditgeber. Die dadurch für die Restschulversicherung entstehenden Kosten können die generellen Kosten bei einer entsprechenden Kreditaufnahme merklich beeinflussen. Der Abschluss einer Restschuldversicherung ist natürlich freiwillig, wird aber in der Regel vom Kreditgeber aktiv angeboten. Verlangt der Kreditgeber zwingend eine Restschuldversicherung, müssen die Kosten im Effektivzins enthalten sein. Ein weiteres Moment der Kritik stellen vertraglich bedingte Ausschlussfristen dar. Hierzu gehören z. B. bei Arbeitslosigkeit und Arbeitsunfähigkeit sogenannte Karenzzeiten, welche nach Eintritt der Leistungspflicht erst verstreichen müssen. Weiter greift der Versicherungsschutz nach Abschluss des Vertrages in der Regel erst nach Ablauf einer Frist.
Vorteile der Restschuldversicherung liegen in ihrem Zuschnitt auf eine spezielle Finanzierung. Beispielsweise kann sie durch die Belastungsabnahme im Rahmen der Tilgung günstiger als eine Lebensversicherung mit starren Beiträgen sein. Ein weiterer Vorteil liegt in der fehlenden Gesundheitsprüfung. Hier ist jedoch zu beachten, dass bei Abschluss vorhandene oder bekannte Krankheiten des Versicherungsnehmers eine Leistung ausschließen. Dies betrifft üblicherweise einen Zeitraum von zwei Jahren nach Versicherungsabschluss.
 
 
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