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Die klassische Kapitallebensversicherung ist heute immer noch das
beliebteste Altersvorsorge-Produkt der Deutschen. Sie gilt als sicher,
wirft aber im Vergleich zu anderen Anlageformen trotz des gesetzlich
vorgeschriebenen Garantiezinses nur eine magere Rendite ab. Mittlerweile
sind die Erträge steuerpflichtig, wenn die Auszahlung nach dem 60.
Lebensjahr erfolgt zur Hälfte, ansonsten voll. Besser ist es, eine
Risiko-Lebensversicherungen zur Absicherung der Familie mit separaten
Geldanlageverträgen zu kombinieren. Aber welche anderen privaten
Vorsorgemöglichkeiten gibt es eigentlich für die Bürger, wenn die
gesetzliche Rente in Zukunft für die Sicherung des Lebensstandards nicht
mehr ausreicht.
Eine Alternative stellen staatlich geförderte Produkte da. Arbeitnehmer
sollten über die Betriebsrente nachdenken, um Abgaben zu sparen. Häufig
beteiligt sich der Arbeitgeber an den Beiträgen. Ein Nachteil ist, dass
Ansprüche auf Betriebsrente bei den meisten Firmen erst nach zwei Jahren
Betriebszugehörigkeit gesichert sind. Für Angestellte ist außerdem die
Riester-Rente lohnenswert, für Selbständige die
Rürup-Rente.
Verbesserte Konditionen machen vor allem die
Riester-Rente immer
attraktiver. Riester-Sparer profitieren von staatlichen Zulagen oder
(bei höheren Einkommen) von Steuervorteilen. Rürup-Sparer können
Beiträge in der Steuererklärung als Sonderausgaben geltend machen. Sogar
das Eigenheim, ebenfalls eine klassische Form der Altersvorsorge, kann
neuerdings im Rahmen der Riester Rente gefördert werden.
Neben Bank-Sparplänen, Sparbriefen oder Sparkonten bieten
Bundeswertpapiere, Bundesschatzbriefe oder Bundesobligationen, eine
äußerst sichere und rentable Anlageform. Man kann sie ab 50 Euro
gebührenfrei bei der Bundesfinanzagentur erwerben und kostenlos
verwalten lassen. Es können auch monatliche Sparraten vereinbart werden.
Wer etwas risikofreudiger ist kann als Ergänzung in Aktienfonds- oder
Rentenfonds-Sparpläne investieren. Empfehlenswert ist eine Kombination
beider Varianten. Hier bieten sich vor allem Altersvorsorge-Fonds
(AS-Fonds) an, die als Alternative zur Kapitallebensversicherung
geschaffen wurden. Es handelt sich dabei um Fonds-Sparpläne mit einer
Laufzeit von mindestens 18 Jahren oder bis zum Erreichen des 60.
Lebensjahres. Ein Teil des Fonds-Vermögens (mindestens 21% und höchstens
75%) wird in Aktien oder in Immobilien (höchstens 30%) angelegt, der
Rest in festverzinsliche Anleihen. Je nach Gesellschaft gibt es eher
spekulativ ausgerichtete Fonds oder relativ sichere. Generell bieten die
Altersvorsorge-Fonds jedoch keine garantierte Rendite.
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