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Die Englische Limited
 
  Die Rechtsform der Englischen Limited ist in Großbritannien eine der am häufigsten gewählten Rechtsformen bei der Gründung neuer Unternehmen.
Unterschieden werden dabei die Private Limited Company by shares (Ltd.) und die Public Limited Company (PLC). Erstere entspricht eher der deutschen GmbH und verfügt über einen begrenzten Gesellschafterkreis. Bei einer Public Limited Company dagegen sind die Aktien einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.
Beide Arten stellen Aktiengesellschaften vor, die sowohl von juristischen als auch natürlichen Personen gegründet werden können. Zu den Organen einer solchen Gesellschaft gehört mindestens ein Gesellschafter (Shareholder), ein Geschäftsführer (Director), der auch eine juristische Person sein kann, und ein Gesellschaftssekretär (Company Secretary), der vom Direktor benannt, kein eigentliches Organ darstellt und Ansprechpartner des britischen Handelsregisters ist.

Organe der Gesellschaft
Der Geschäftsführer - und der Gesellschafterposten dürfen in und derselben Person vereinigt sein.
Der Gesellschafter übernimmt mit der Gründung des Unternehmens eine bestimmte Anzahl von Aktien.
Der gesetzliche Vertreter in einem solchen Unternehmen ist der Geschäftsführer, er setzt sich für die Unternehmensinteressen nach außen ein und ist für die Tätigkeit der Firma verantwortlich. Außerdem haftet er persönlich für die fristgerechte Abgabe von Dokumenten, wie Jahresbilanzen oder Änderungsanzeigen. Außerdem muss der Geschäftsführer einmal im Jahr eine Gesellschafterversammlung anberaumen.
Der Sekretär des Unternehmens nimmt in der Regel formale und verwalterische Tätigkeiten wahr. Deshalb ist es notwendig, dass dieser sich mit dem englischen Recht auskennt. Der Posten kann auch mit einer juristischen Person besetzt sein.
Nach dem Eintrag in das britische Handelsregister ist die Existenzgründung rechtskräftig. Grundlage dafür ist ein Gesellschaftervertrag der im Wesentlichen aus zwei Teilen besteht. Erstens dem Memorandum of Association, darin werden Name, Sitz, Zweck und das Aktienkapital des Unternehmens festgeschrieben. Im zweiten Teil, den Articles of Association, werden die Verhältnisse innerhalb der Gesellschaft festgelegt.

Vorteile der Englischen Limited
Aufgrund der Niederlassungsfreiheit in der Europäischen Union kann diese Rechtsform auch von deutschen Existenzgründern in Anspruch genommen werden.
Der erste Vorteil gegenüber einer deutschen GmbH liegt darin, dass nur wenige Tage von der Gründung bis zur Aufnahme der Geschäftstätigkeit vergehen.
Als nötiges Stammkapital genügt bereits 1 Pfund, meistens werden jedoch 1000 Pfund zugrunde gelegt, wobei die Währung des eingelegten Stammkapitals frei wählbar ist. Eine Erhöhung des Stammkapitals ist jederzeit möglich.
Die Firma haftete dementsprechend auch nur mit ihrem Stammkapital, nur wenn dem Geschäftsführer persönliches Fehlverhalten nachweisbar ist, wird sein Privatvermögen herangezogen.
Der Firmensitz muss in England oder Wales beheimatet sein, dabei genügt allerdings die Postadresse.
Das Unternehmen ist verpflichtet, jährlich einen Jahresabschluss und eine aktualisierte Fassung der Geschäftsdaten beim Handelsregister vorzulegen.
Steuern sind jeweils im Land der Geschäftstätigkeit zu entrichten.
Für eine Gebühr von 10 Pfund kann das Geschäft jederzeit gelöscht werden.

Nachteile  der Englischen Limited
Für ein derartiges Unternehmen ist mindestens ein Vertreter im Königreich erforderlich. Da viele Agenturen diesen Service anbieten muss diese unbedingt seriös sein.
Ansonsten können Probleme lediglich durch die verschiedenen Rechtssystem, gesellschaftsrechtlich und bilanztechnisch gilt das Englische und steuerlich das Deutsche, auftreten. Zudem ist es in Deutschland schwer einen Kredit bei einer Bank für diese Rechtsform zu bekommen. Selbst eine Geschäftskontoeröffnung ist nicht ganz so einfach wie die Eröffnung eines Girokontos.